Judo mal anders: „Outdoortraining“ als Ausweichprogramm

Streik im öffentlichen Dienst – so blieb die Großsporthalle vergangenen Donnerstag geschlossen. Das Judotraining musste daher kurzfristig abgesagt werden. Kurzerhand wurde durch Trainer Ina Kerner ein Alternativtraining organisiert.

Ein Training der ganz anderen Art – im Freien. Hinterm Bahnhof an der Jugendmeile neben der Wissenswerkstatt „Eule“ trafen sich zehn flexible und motivierte Kinder, diesmal ohne Judogi, sondern in ganz gewöhnlichen Sportsachen.

Mit einem Warmlaufen um den dort aufgebauten „Parcour“ begann das Training. Nach einigen Dehn- und Kraftübungen zeigten die Kinder auf den im Boden eingebauten Mini-Trampolinen, wie beweglich sie in der Luft sein können. Beweglichkeit ist für den Judosport sehr wichtig, denn vielfältige Situationen erfordern schnelle und unterschiedliche Bewegungen im Kampf. Wie kleine Äffchen hangelten sich alle anschließend im „Parcour“ von Stange zu Stange.  „Hängen wir zusammen ab?“ – diese Frage stellte sich bei der nächsten Aufgabe. Es ging darum zu beweisen, wie lange man sich an einer Stange hängend festhalten kann. Das klingt leichter als getan, denn schnell wurden die Hände „schwitzig“ und fingen an zu rutschen. Dennoch schlugen sich alle sehr gut und gingen kräftemäßig an ihre Grenzen. Gegen Ende durften die Kinder noch Fang- und Versteckspiele ihrer Wahl spielen. Die Kids hatten viel Spaß und fanden dieses „Frischlufttraining“ eine gute Abwechslung zum Judotraining.

Die Jugendlichen und Erwachsenen spielten alternativ zum Judo Beachvolleyball bis die Füße kalt wurden.